Stabile Staatsfinanzen brauchen Wachstum – nicht höhere Konsumsteuern
Keine Mehrwertsteuererhöhung – Wachstum statt Belastung: Der IVSH fordert, Haushaltslücken durch Effizienz, Reformen und wirtschaftliche Impulse zu schließen, nicht durch höhere Steuern auf Konsum und Mittelstand.
Der IVSH sieht eine möglicherweise geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer kritisch. Sie würde den privaten Konsum weiter belasten und die bereits ausgeprägte Kaufzurückhaltung bei Non‑Food‑Gütern verstärken. Gerade langlebige Qualitätsprodukte, wie sie von der Schneid‑ und Haushaltwarenindustrie hergestellt werden, geraten dadurch zusätzlich unter Druck. Eine Mehrwertsteuererhöhung trifft Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen, schwächt die Binnennachfrage und gefährdet Wachstum sowie Arbeitsplätze im industriellen Mittelstand der non-food Konsumgüterindustrie.
„Stabile Staatsfinanzen entstehen nicht durch immer neue Steuererhöhungen, sondern durch eine starke, wettbewerbsfähige Wirtschaft. Wachstum, Effizienz und Reformen sind der nachhaltigere Weg – gerade aus Verantwortung gegenüber Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen.“, so Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer des IVSH
Unsere Branche ist überwiegend mittelständisch und familienunternehmerisch geprägt. Die IVSH‑Mitgliedsunternehmen stehen für langfristiges Denken, verantwortungsvolles Wirtschaften, hohe Qualitätsstandards und eine enge regionale Verwurzelung und Verantwortung. Sie investieren kontinuierlich in ihre Standorte, ihre Beschäftigten und in nachhaltige, langlebige Produkte. Diese Unternehmen tragen in besonderem Maße zur wirtschaftlichen Stabilität, zur Ausbildung junger Menschen und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.
Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer hätte zudem eine klare soziale Schieflage. Sie belastet Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen überproportional, da Konsumausgaben einen größeren Anteil ihres Budgets ausmachen. In einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Lebenshaltungskosten würde dies die Kaufkraft weiter dämpfen und den Konsum zusätzlich bremsen.
Forderung des IVSH:
Der IVSH lehnt eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ab. Statt neue Belastungen für Verbraucher und verantwortungsbewusste mittelständische Familienunternehmen zu schaffen, muss die Politik die vorhandenen Potenziale im Bundeshaushalt konsequent nutzen. Effizienzsteigerungen, eine klare Prioritätensetzung, strukturelle Reformen, sowie wachstumsorientierte Rahmenbedingungen bieten ausreichend Spielraum zur Schließung von Finanzierungslücken. Deratige Reformen und Maßnahmen dürfen nicht weiter aufgeschoben werden. Eine starke, wettbewerbsfähige Wirtschaft und ein robuster Mittelstand sind die nachhaltigste Grundlage für stabile Staatsfinanzen und sozialen Zusammenhalt.