IVSH‑Bürokratiemonitor 2026 gestartet: Jetzt mitmachen und Praxistauglichkeit von Regulierung bewerten

Bürokratie belastet die Unternehmen der Schneid‑ und Haushaltswarenindustrie weiterhin erheblich, dies zeigte unser IVSH-Bürokratiemonitor 2025 – mit steigenden Anforderungen, wachsendem Zeitaufwand und zunehmender Komplexität. Gerade für mittelständisch geprägte Unternehmen binden regulatorische Vorgaben wertvolle Ressourcen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden.
Mit dem IVSH‑Bürokratiemonitor hat der Verband in den vergangenen Jahren ein etabliertes und wirkungsvolles Instrument geschaffen, um diese Belastungen systematisch zu erfassen, zu quantifizieren und gegenüber Politik und Verwaltung sichtbar zu machen.
Hohe Beteiligung und starke Resonanz in 2024 und 2025
Die bisherigen Ausgaben des Bürokratiemonitors konnten auf eine sehr breite Beteiligung der Mitgliedsunternehmen zurückgreifen. Bereits 2024 und insbesondere 2025 haben sich zahlreiche Unternehmen eingebracht und damit eine belastbare Datenbasis geschaffen.
Die Ergebnisse haben deutlich gezeigt:
- die hohe und weiter steigende Bürokratiebelastung in der Branche
- konkrete Umsetzungsprobleme bei nationalen und europäischen Regelungen
- zunehmende Zusatzanforderungen und „trickle‑down“-Effekte innerhalb von Lieferketten
Auf dieser Grundlage konnte der IVSH zentrale Themen fundiert in den politischen Dialog einbringen und die Perspektive der Praxis sichtbar vertreten.
Bürokratiemonitor 2026: Schwerpunkt Praxistauglichkeit von EU‑Regelungen
Der IVSH‑Bürokratiemonitor 2026 baut bewusst auf den Erkenntnissen der Vorjahre auf – setzt aber gleichzeitig einen klaren neuen Fokus:
Praxistauglichkeit von EU‑Regelungen aus Sicht des industriellen Mittelstands
Im Mittelpunkt steht dabei nicht eine pauschale Kritik an Regulierung, sondern die Frage, wo und warum Regelungen in der betrieblichen Realität an ihre Grenzen stoßen und was besser laufen kann/muss.
Denn aus der Praxis zeigt sich immer wieder: Oft ist nicht das Ziel der Regulierung das Problem – sondern ihre konkrete Ausgestaltung und Umsetzung.
Erfasst werden daher insbesondere:
- zu kurze oder unrealistische Übergangsfristen
- fehlende oder verspätete Leitfäden und Rechtsklarheit
- hohe Komplexität und unklare Anforderungen
- fehlende IT‑Schnittstellen und digitale Umsetzbarkeit
- mangelnde Berücksichtigung von KMU‑Strukturen
- Vorschläge für eine bessere KMU-Tauglichkeit
- zusätzliche Belastungen durch Anforderungen entlang der Lieferkette
Ziel ist es, über die reine Beschreibung von Belastungen hinauszugehen und konkrete Kriterien für bessere, praxistaugliche Regulierung zu entwickeln.
Konstruktiver Ansatz: Nicht keine Regulierung, sondern bessere
Der IVSH verfolgt dabei bewusst einen konstruktiven Ansatz: Es geht nicht um weniger Schutz oder niedrigere Standards, sondern um bessere Regeln – klar, verhältnismäßig, rechtzeitig und praktikabel umsetzbar.
Mit dem Schwerpunkt 2026 sollen gezielt die größten Reibungspunkte identifiziert und daraus konkrete Verbesserungsansätze für Gesetzgebung und Umsetzung abgeleitet werden.
Erstmals englische Kurzfassung für die europäische Ebene
Aufgrund der starken Resonanz der vergangenen Ausgaben und konkreter Anfragen – auch von europäischen Politikern, der Kommission und Spitzenverbänden – wird der IVSH‑Bürokratiemonitor 2026 erstmals durch eine kompakte englische Kurzfassung ergänzt.
Damit sollen die Ergebnisse noch gezielter in den europäischen Kontext eingebracht und in die Diskussion auf EU‑Ebene eingespeist werden.
Vertraulichkeit gewährleistet
Alle Beiträge der teilnehmenden Unternehmen werden vertraulich behandelt und ausschließlich anonymisiert ausgewertet.
Jetzt beteiligen
Die Teilnahme an der Abfrage ist mit geringem Aufwand verbunden und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen für die Branche.