IVSH beteiligt sich an Konsultation zur Vereinfachung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)

Für eine praktikable Umsetzung der EUDR in komplexen Lieferketten

Der Industrieverband Schneid- und Haushaltwaren e.V. (IVSH) hat sich an der laufenden Konsultation der Europäischen Kommission zur Vereinfachung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) beteiligt.

Grundsätzlich begrüßt der IVSH die Ziele der EUDR. Gleichzeitig zeigen die bisherigen Umsetzungserfahrungen, dass die aktuellen Anforderungen für viele Unternehmen – insbesondere kleine und mittelständische Hersteller mit komplexen Lieferketten – mit einem unverhältnismäßig hohen bürokratischen Aufwand verbunden sind. 

Vor diesem Hintergrund setzt sich der IVSH für eine konsequente Vereinfachung und praxisgerechte Ausgestaltung der Verordnung ein. Das geplante Vereinfachungspaket bietet aus Sicht des Verbandes eine wichtige Gelegenheit, zentrale Herausforderungen adressieren.

Im Fokus der IVSH-Position stehen insbesondere:

  • eine stärkere risikobasierte Differenzierung von Lieferketten, verbunden mit deutlichen Erleichterungen für Herkunftsländer mit geringem oder vernachlässigbarem Entwaldungsrisiko
  • eine klare Fokussierung der Legalitätsprüfung auf tatsächlich EUDR-relevante Anforderungen
  • die konsequente Anwendung des „Once-only-Prinzips“ zur Entlastung nachgelagerter Marktteilnehmer
  • die stärkere Berücksichtigung bestehender Zertifizierungs- und Due-Diligence-Systeme zur Vermeidung von Doppelprüfungen
  • die Einführung eines vereinfachten oder entfallenden Sorgfaltspflichtenregimes für „Zero-Risk“-Herkünfte
  • eine klare, konsistente und praxisgerechte Anwendung der Regelungen zur Vermeidung von Rechtsunsicherheiten

Zudem regt der IVSH eine erneute Überprüfung der Einbeziehung einzelner Produktkategorien, insbesondere des CN-Codes 4419, im Sinne der Verhältnismäßigkeit an. 

„Wir stehen im Grundsatz hinter den Zielen der EUDR. Entscheidend ist jetzt, die Umsetzung so auszugestalten, dass sie wirksam, verhältnismäßig und für die betroffenen Unternehmen unserer Branche tatsächlich praktikabel ist.“, so IVSH Geschäftsführer Jan-Frederik Kremer