Der Binnenmarkt braucht Ranger: Neues Editorial in der ZfPC

Auf den ersten Blick: nicht viel.
Auf den zweiten Blick: eine ganze Menge.
In seinem aktuellen Editorial für die Fachzeitschrift Zeitschrift für Product Compliance (ZfPC) greift IVSH-Geschäftsführer Jan-Frederik Kremer eine Beobachtung aus den US-Nationalparks auf: Gute Regeln allein reichen nicht aus. Sie müssen auch überwacht und durchgesetzt werden. Genau dafür gibt es Ranger.
Diese Erkenntnis lässt sich überraschend gut auf den europäischen Binnenmarkt übertragen. Denn während europäische Unternehmen täglich umfangreiche Anforderungen an Produktsicherheit, Kennzeichnung, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit erfüllen, gelangen weiterhin Produkte auf den Markt, bei denen grundlegende Compliance-Anforderungen offenbar weniger ernst genommen werden.
Die zentrale Botschaft des Editorials:
Europa braucht nicht immer neue Vorschriften. Europa braucht eine wirksamere Marktüberwachung, bessere Kontrollen und faire Wettbewerbsbedingungen und weniger Bürokratie für diejenigen, die sich an die Regeln halten.
Besonders aktuell wird diese Debatte mit Blick auf den geplanten European Product Act. Genau hierzu wird der IVSH am 17. November 2026 im Europäischen Parlament in Brüssel gemeinsam mit Vertretern des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und der Industrie diskutieren. Im Mittelpunkt stehen harmonisierte Marktüberwachung, Drittlandimporte und die Frage, wie das Europäische Produktgesetz praxistauglich und KMU-freundlich ausgestaltet werden kann.
Mit dem Editorial bringt der IVSH damit konkrete Impulse in eine politische Debatte ein, die für die Zukunft der europäischen Konsumgüterindustrie von zentraler Bedeutung ist: Weniger Bürokratie für die Regelkonformen. Mehr Konsequenz gegenüber den Regelvermeidern.
Das vollständige Editorial finden Sie hier: Editorial lesen