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IVSH-Mitgliederversammlung am 28./29. Juni 2019 in Würzburg

Vor dem Juliusspital

Veritati - „Der Wahrheit verpflichtet“, so lautet der Wahlspruch der Universität Würzburgs, dem Ort der IVSH-Mitgliederversammlung 2019.  Mitgliederver-sammlungen gehören zum Pflichtprogramm eines Verbandes, der juristisch als eingetragener Verein fungiert. Sie sind gewissermaßen die Herzkammer des verbandlichen Lebens, entscheiden über Vorstände, Beiträge und Finanzen und natürlich auch über die strategische Ausrichtung eines Verbandes. Aber ein guter Verband ist mehr als ein Verein. Er schafft die Verbundenheit, die ein Verein erst mit Leben erfüllt, und das war auf der diesjährigen IVSH-Mitgliederversammlung für alle Teilnehmer deutlich zu spüren.

Vorstand und Geschäftsführung taten gut daran, das barocke Kleinod Würzburg  als Ort ihres Treffens zu wählen. Umgeben von Kirchen, Residenzen, Klöstern und Festungen, dazu eingebettet in die Weinberge Mainfrankens, konnte es kaum einen besseren Ort für eine Branche geben, die sich nicht nur, aber doch in wesentlichen Teilen der Küche und dem gedeckten Tisch widmet und hiervon unverändert lebt. Der Vorsitzende Hartmut Gehring, von der Gehring GmbH, führte durch ein abwechslungsreiches Programm: Eine Bootsfahrt auf dem Main, Besuch der Residenz und des Doms, ein Begrüßungsabend im „Backöfele“ und vor allem ein festliches Abendessen im Juliusspital. Bei all diesen Dingen ging es um Identitätsstiftung, Gruppendynamik und nicht zuletzt um Freude und Freundschaft innerhalb einer Gemeinschaft. Vinum  scelus - „Dem Wein verpflichtet“, dieses Gebot zog sich im direkten und im weiteren Sinne durch das gesamte Programm, und mit Herrn Valentin Brodbecker konnte ein renommierter und exzellenter Referent  gewonnen werden, der mit seinem Vortrag zum Thema „Wein als Invest“ deutlich machte, dass selbst ein uraltes Produkt nichts an Anziehungskraft, Wert und Attraktivität verlieren muss. Es spricht für sich, dass ein externer Referent seine Dankesworte mit der Anmerkung verband, er habe unter den Teilnehmern ein ungewöhnlich starkes Zusammengehörigkeitsgefühl verspürt. - Immerhin waren gut 60 Teilnehmer nach Würzburg gekommen und  eine ganze Reihe von Gästen und Fördermitgliedern ebenso, wie zum Beispiel Vertreter des TÜV Rheinland, des Bundesverbandes Schneidwarenfachhandel, der Messe Leipzig und der Messe Frankfurt, der EK-Servicegroup, der ECG Energie Consulting und natürlich auch mehrere Teilnehmer von Seiten der Fachpresse. Letzteres zeigte einmal mehr, dass der IVSH als wichtiger Vertreter und Partner der gesamten Branche gesehen wird.

Allerdings kam auch der Ernst der Lage zur Sprache, denn wirtschaftlich mussten die Mitglieder des IVSH im vergangenen Jahr nach langer Wachstumsphase erstmals wieder einen Umsatzrückgang hinnehmen, und auch 2019 ist die Stimmung bislang verhalten, obwohl der Vorsitzende zumindest für das erste Quartal in allen drei Sparten des Verbandes Zuwächse von 0,2% bei Bestecken, 2,1% bei Schneidwaren und immerhin 7,7% bei Haushalt-, Küchen- und Tafelgeräten verkünden konnte. Ob sich dieser Trend weiter fortgesetzt hat und für 2019 in toto Bestand haben wird, wird sich in der zweiten Jahreshälfte zeigen, in der für den Verband wieder zahlreiche Termine und Veranstaltungen auf dem Programm stehen:

So stehen im August und September die deutschen Gemeinschaftsstände  auf der New York Now in New York und der Interior Lifestyle in Shanghai an. Sodann wird Mitte Oktober die zweite Sitzung des „Küchenbeirates“  mit TÜV Rheinland/LGA Nürnberg stattfinden und am Ende des gleichen Monats folgen Sitzungen von Vorstand und Fachgruppen, dieses Mal voraussichtlich in Verbindung mit einem Workshop zu Zertifizierungs- und Konformitätsfragen, und im November wird dann das dritte IVSH-Schneidwarensymposium folgen. Dieses Mal mit dem Scherpunkt „Stahl“, bei dem dieses Material unter allen Aspekten von Forschung, Produktion und Marketing „beleuchtet“ werden soll. Der Wahrheit verpflichtet.