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Deutsche Schneid- und Haushaltwarenindustrie mit stabilem Umsatz

© IVSH

Der deutschen Schneid- und Haushaltwarenindustrie ist es in einem eher schwierigen Umfeld gelungen, 2017 den Rekordumsatz des Vorjahres erneut zu erreichen.

Wie der Industrieverband Schneid- und Haushaltwaren (IVSH) zu Beginn der Frankfurter Konsumgütermesse AMBIENTE bekanntgab, erreichte die Branche mit einem Gesamtumsatz von 2,5 Mrd. € exakt das hohe Niveau des Vorjahres. Dabei war der Geschäftsverlauf in den einzelnen Sparten durchaus unterschiedlich. Während der Umsatz mit Haushalt-, Küchen- und Tafelgeräten (HKT) um 3,4% auf 963 Mio. € zurückging und auch die Besteckindustrie Einbußen von 3,5% auf 181 Mio. € verzeichnete, wuchs der Umsatz der Schneidwarenhersteller im In- und Ausland um insgesamt 3% auf gut 1,3 Mrd. €. Die Schneidwarenindustrie war damit auch 2017 der stärkste Zweig innerhalb des Verbandes.

Die Rückgänge bei Bestecken und HKT-Produkten wurden vor allem durch Schwierigkeiten auf den Auslandsmärkten hervorgerufen, während sich das Geschäft im Inland auch hier durchaus gut entwickelte.

Etwas weniger waren dagegen ausländische Erzeugnisse auf dem deutschen Markt begehrt, denn in den ersten drei Quartalen sanken die Einfuhren von Schneid- und Haushaltwaren um 2,3% auf 1,23 Mrd. €, in erster Linie durch rückläufige Einfuhren von Schneidwaren und Bestecken.

Die Produktion der Schneid- und Haushaltwarenindustrie, in den letzten Jahren stets wachsend, ging in den ersten drei Quartalen um 5,6% zurück und dürfte zum Jahresende ein Volumen von gut einer Milliarde Euro erreicht haben. Gleichwohl sieht der Verband den Produktionsstandort Deutschland gegenüber früheren Jahren eher gefestigt. Er begründet dies mit steigenden Produktions- und Frachtkosten für Erzeugnisse aus Fernost, aber auch mit eher „weichen“ Faktoren wie etwa den Themen Social Compliance und nicht zuletzt „Nachhaltigkeit“, welche die hiesige Fertigung eindeutig gestärkt hätten. 

Für das laufende Jahr zeigt sich die Schneid- und Haushaltwarenindustrie einer Umfrage zufolge mehrheitlich optimistisch, weist jedoch ausdrücklich auf deutliche Risiken hin. Beispielhaft wurden hierfür die künftige Zinspolitik, der aktuelle Tarifabschluss, eine drohende Zunahme des Protektionismus und nicht zuletzt die unsicheren Rahmendaten im eigenen Land genannt.